Wir kommen (2016)

Ronja Von Rönne

In horas Heimatort gehört es sich, den Nachbarn zu grüßen, den Rasen zu mähen und am Ende des Lebens zu sterben. Dass sich plötzlich ausgerechnet Maja, Noras beste Freundin aus Kindheitstagen, an diese lthergebrachten Regeln hält und einfach stirbt, kann Nora nicht glauben. Für eine Beerdigung hat Nora ohnehin keine Zeit: Nachts wecken sie Panikattacken, sie muss sich um eine Schildkröte kümmern und ihre einst so progressive Beziehung zu viert droht auseinanderzubrechen. Und dann fährt auch noch ihr Therapeut in Urlaub. Bis zu seiner Rückkehr soll Nora ihre Tage in einem Tagebuch dokumentieren. Also berichtet sie, wie sie sich mit
Karl, Leonie, Jonas und einem schweigenden Kind ans Meer flüchtet, um das Verschworene zwischen ihnen zu retten. Doch statt hoffnungsvoller Zukunft drängt sich immer mehr die Vergangenheit in den Vordergrund. Es muss doch etwas geben, denken die vier, das sie wieder zusammenzuschweißen vermag, ein großes Fest etwa. Oder ein Mord. Wir kommen ist ein radikales Buch, rasend komisch in seiner Verzweiflung und poetisch in seiner Grausamkeit.

  • - Année de publication : 2016
  • - Pages : 208
  • - Éditeur : Aufbau
  • - Langue : Allemand

A propos de l'auteur :

Ronja Von Rönne :

RONJA VON RÖNNE, 1992 in Berlin geboren, lebt in Berlin und Grassau. Seit 2015 Redakteurin im Feuilleton der Welt.

La maison d'édition :

Aufbau :

Gegründet im Jahr 1945 in Berlin soll der Aufbau Verlag nach dem Zusammenbruch Nazideutschlands dem Land mit dem Engagement für jüdische Autoren und Exilschriftsteller und der Herausgabe von Klassikerausgaben geistige Orientierung geben. Zu den wichtigsten Autoren zählen von Beginn an Hans Fallada, Anna Seghers, Lion Feuchtwanger, Egon Erwin Kisch und…

3|5
1 avis
8 Commentaires
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  • U.F
    25 janvier 2017

    Nora wird von Panikattacken heimgesucht. Ihr Therapeut rät ihr, Tagebuch zu schreiben, um ihr Leben zu analysieren. Zusammen mit Jonas, Karl und Leonie, mit denen sie in einer Vierer-Beziehung lebt, bricht sie zu einem Urlaub in Karls Strandhaus auf. Mit dabei sind auch Emma-Lou (die Tochter von Leonie – und wie sich herausstellt auch von Jonas) und 390 Gramm, die Schildkröte von Noras Mitbewohnerin. Alle vier sind etwas verloren im Leben, hatten zum Teil eine schwere Kindheit, wissen nicht so recht, was sie wollen und wie sie glücklich werden könnten. Gegen diese Orientierungslosigkeit geben sie sich gegenseitig Halt. Doch das etwas komplizierte Beziehungsgefüge beginnt zu wackeln. Am Ende brechen Jonas und Leonie mit ihrer Tochter aus. Nora kehrt daraufhin in die Stadt zurück. Konterkariert werden diese Szenen von Verlorenheit in der Gegenwart mit Rückblenden auf die Jugend von Nora und Karl in einem kleinen Dorf (in Mecklenburg-Vorpommern?). Ihre Freundin Maja, die voller Lebenslust, Wut und verrückter Energie steckte, stiftete sie zu allen möglichen Aktionen an. Mit ihr konnten sie der Einöde des Dorflebens entkommen. Dunkler Punkt dieser Vergangenheit: Benedikt, ein Junge, an dem sich Maja rächen wollte, stürzte von einer Brücke – Karl vermutete, Maja habe die Hände dabei im Spiel gehabt… Später wurde Maja depressiv, woraufhin sich Nora und Karl enger zusammenschlossen. Eingeleitet wird das Buch von Majas Todesanzeige, die Nora zugeschickt bekommt. Sie will aber nicht glauben, dass ihre Freundin wirklich tot ist. Am Ende akzeptiert sie es und vermutet Selbstmord.  Nora hat noch nicht so richtig ihren eigenen Weg gefunden, ließ sich bisher eher von Maja und dann Karl mitziehen. Es bleibt offen, ob sich das ändern kann. Sprache: Trotz des nicht gerade fröhlichen Themas handelt es sich um ein gut zu lesendes Buch aufgrund der schnoddrigen Sprache der Autorin. Fazit: Sicher ganz zutreffendes Porträt mancher Leute einer Nachwende-Lost Generation.

  • A.B
    25 janvier 2017

    Die Geschichte ist durchaus ungewöhnlich - man könnte auch sagen "ein bisschen an den Haaren herbeigezogen". Gefallen hat mir vor allem die Sprache. Der Autorin gelingt es häufig, auf lakonische Art die Absurdität und Verlogenheit zahlreicher Situationen auf den Punkt zu bringen, das fand ich amüsant und gelungen. Trotzdem ging mir die Lektüre auch manchmal auf die Nerven, ab und zu fand ich den Bogen der ganzen Geschichte doch etwas überspannt. Bin ein wenig unschlüssig in meiner Einschätzung.

  • F.D
    25 janvier 2017

    Malgré ou à cause de son étrangeté, ce livre me plaît beaucoup. Deux histoires se déroulent en s’entremêlant : celle d’un ménage à quatre, deux couples et une petite fille de 5 ans qui est muette en face de sa mère et ne parle qu’à un homme du quatuor, son père peut-être ? – et celle des souvenirs d’enfance de la narratrice, autour de Maja, l’amie aux cheveux d’or. La narratrice vient de recevoir le faire-part annonçant la mort de Maja, mais elle n’y croit pas et attend de son amie des réponses à ses mails. Le souvenir perce dans le présent comme un refrain lancinant, lié à un remords à cause d’un meurtre ou d’un accident ? Les deux couples du présent sont déséquilibrés, névrosés, insatisfaits, drogués, jaloux malgré leurs belles théories libertaires. L’un d’eux s’en sortira peut-être grâce à la petite fille. — Le récit général est une satire féroce et drôle de la société : communicants, modérateurs, comédiens, geeks etc… toute l’intelligentsia sans problèmes pécuniaires. — La langue est à la hauteur, brillante, analyses subtiles d’expressions toutes faites (p. 62 ? 140 etc.) — Un court roman, pessimiste, amoral, déprimant, mais vivifiant par l’art du récit, original pour de bon.

  • E.P
    25 janvier 2017

    Leichte Lektüre, jung und flott geschrieben leider etwas platt und langweilig gegen Ende.

  • N.C.D
    25 janvier 2017

    N.C.D. Im ersten Teil des Romans haben mich die Figuren in ihrer Passivität, in der trostlosen Leere ihrer Existenz, in ihrer forcierten Modernität eher genervt. Die Kapitel sind kurz, die Nichtigkeit wird trocken beschrieben. Bis dann Nora, die Hautperson in das Dorf ihrer Kindheit, auf die Suche nach einem geheimnisvollen Trauma und nach der Schlüsselfigur ihrer Jugend und ihres Lebens, Maja, geht. Der Ton verändert sich, die Kapitel werden länger, die Sprache klingt verführerisch. Das mühsam erhaltene Gleichgewicht in Noras Existenz platzt. Ein grausamer Roman. Eine Metapher für unserer Welt?

  • J.C.M
    25 janvier 2017

    Errance postpubertaire d’une génération sans problèmes matériels, mais avec beaucoup d’autres. Pas compris le titre du roman. Mais la perspective autocritique est nette. Nora qui écrit son histoire sur les conseils de son psy ne s’épargne pas dans la présentation désabusée, parfois humoristique, toujours désolante d’une société névrosée qui n’arrive pas vraiment à se la jouer décontractée ou novatrice. Le meurtre probable par l’amie Maja, figure idolâtrée, semble la face cachée de cet univers désolé et désolant. Pas particulièrement apprécié l’écriture non plus.

  • L.A.D
    26 janvier 2017

    Il m’a été difficile de m’attacher au personnage de la narratrice, d’adhérer à son récit et à ce style minimaliste, d’en cerner les tenants et aboutissants, difficile également d’y voir le portrait d’une génération.

  • E.P
    26 janvier 2017

    Ein Buch, das mich nicht begeistert hat, denn eine Gesellschaft, die ausschließlich mit sich selbst und ihrem Bauchnabel beschäftigt ist , die sich Probleme schafft, da sie sonst keine hätte, der es also im Grunde ganz einfach zu gut geht, interessiert mich nicht.