Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens (2017)

Juliana Kálnay

Im Haus mit der Nummer 29 wohnt zuallererst Rita, fast so alt wie das Haus selbst. Sie ist Beobachterin, Schlichterin und Richterin, ein Knotenpunkt mit geheimnisvollen Fähigkeiten und Absichten. Außerdem das Ehepaar Lina und Don, deren Liebe auch Dons fundamentale Verwandlung ziemlich fruchtbringend überdauert. Es gibt einen unbemerkten Mitbewohner, der sich im Aufzug einnistet, es gibt ein Kind, das sich durch Mauern beißt, und eine Wohnung, die ihre Mieter förmlich verschluckt.

Rita sieht, was keiner zeigt, und sie versteht, was keiner sagt. Doch bevor sie ihr Wissen weitergeben kann, ist die kleine Maia auf rätselhafte Weise verschwunden.

Juliana Kálnay, geschult an großen Autoren wie Georges Perec oder Julio Cortázar, wagt sich ins Surreale, ins Absurde, sie schreibt poetisch und unzeit gemäß im allerbesten Sinne, beunruhigend und ergreifend.

  • - Année de publication : 2017
  • - Pages : 192
  • - Éditeur : Klaus Wagenbach
  • - Langue : Allemand

A propos de l'auteur :

Juliana Kálnay :

Juliana Kálnay, geboren 1988 in Hamburg, wuchs zunächst in Köln und dann in Málaga auf. Sie veröffentlichte in deutsch- und spanischsprachigen Anthologien und Zeitschriften und erhielt das Arbeitsstipendium Literatur der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein 2016. Derzeit lebt und schreibt sie in Kiel. Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens ist ihr erster Roman.

La maison d'édition :

Klaus Wagenbach :

La maison d’édition Klaus Wagenbach à Berlin, indépendante depuis 1964, publie de la littérature ainsi que de la non-fiction, des romans et des nouvelles, des livres sur l’histoire, l’histoire de l’art, la politique. Notre programme contient beaucoup d’auteurs italiens, espagnols, anglais et français. En non-fiction nous avons publié par exemple…

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1 avis
8 Commentaires
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  • FD Goethe Institut Lyon
    18 janvier 2018

    L’intention qui a motivé l’écriture de ce livre est certainement très originale, on ne peut le nier. Mais je n’ai pas réussi à m’intéresser à cette œuvre.

  • LAD Goethe Institut Lyon
    18 janvier 2018

    Fantaisiste et délirant. Je ne suis pas parvenue à entrer dans l’univers fantaisiste de l’auteur.

  • IR Goethe Institut Lyon
    18 janvier 2018

    écriture intéressante, un peu étrange, pas facile à suivre , pas emballée

  • EB Goethe Institut Lyon
    18 janvier 2018

    Gut geschrieben und nett zu lesen, aber keine wirkliche Geschichte. Sehr surreal, wobei ich mir nicht sicher bin ob der Surrealismus symbolisch verstanden werden soll. Habe Sinn und Geschichte überhaupt nicht begriffen.

  • JCHM Goethe Institut Lyon
    18 janvier 2018

    Un étrange objet : j’ai d’abord été très séduit par cette étrangeté, puis je me suis un peu lassé. La narration fait que le lecteur est forcément un peu perdu, on ne sait pas trop qui raconte, on pense longtemps que c’est une petite fille qui semble ne pas vieillir, de même que le temps, malgré des indications éparses semble ne pas passer, sauf sur la fin. Et c’est là seulement qu’un terme masculin („der Einzige“, p. 186) oriente vers un narrateur central de ce sexe. Un mélange de naïveté, d’absurdité, d’étrangeté, de confusion, qui touche jusqu’aux personnages évoqués (une fille-taupe qui disparaît dans un trou, des poissons suicidaires, un gamin saxiphage, etc.). Technique du puzzle à reconstruire, donc livre pas aussi simple qu’il n’y paraît. La fin montre en deux temps la disparition de ce qui était le vrai personnage central, l’immeuble du n° 29 : c’est d’abord Rita, sorte de monarque local quelque peu tyrannique, qui meurt, puis c’est la maison entière qui disparaît dans les flammes. Faut-il lire tout cela comme une allégorie ? Le patronyme semble-t-il d’Europe centrale de l’auteure, pourrait suggérer une interprétation du genre : cette maison, c’est l’image des pays communistes (RDA, Yougoslavie etc.) qui ont disparau après avoir mené une existence souvent bien étrange. Donc, impression bizarre, pas négative, mais pas aussi positive que d’abord espéré.

  • Synthèse avis Leseratten
    18 janvier 2018

    Die Meinungen sind gespalten. Origineller Roman, in dem die Autorin das „Zusammenleben“ der Einwohner eines Vierstöckigen Wohnhauses beschreibt. Es gibt skurrile Gestalten, merkwürdige Situationen. Unglaubliche Einbildungskraft. Eigentlich geht es um die Ängsten der Einwohner. Eine ganz besondere Art von der Einsamkeit der Menschen zu sprechen und von der darauffolgenden Paranoia. Sehr originell, magischer Realismus. Aber sehr verwirrend und belastend. Etwas fehlt, vielleicht das „Romaneske“ (es ist kein narrativer Roman). Wurde auch von einigen als Schreibübung empfunden. Viele wissen nicht, was sie damit anfangen sollen.

  • Otmar
    19 janvier 2018

    Juliana Kalany hat es geschafft, einen Patchwork - Roman zu schreiben, ein Mosaik von Episoden und Szenen, die dem « realismo magico » eines Gabriel Garcia Marquez und Julio Cortaza verwandt sind. Ein « ver - rücktes » Buch, herausgerückt aus der Realität, in dem die normale Logik oft nicht greift und ins Surreale gleitet. Z.B. Eli, der Steine isst (S.100 ff ). Wer hatte nie Lust, an einer Wand zu kratzen, zu knibbeln? - Hier wird diese Tendenz zu Ende gedacht. Die Seiten 29 ff zeigen ein schönes Beispiel, wie man Geräusche interpretieren kann, und wie dabei die Fantasie ins Kraut schießt. Ob die Autorin zu den « chronisch Schlaflosen » gehört? « Chronisch Schlaflose haben einen Sinn für die Illusion. Sie behandeln Hoffnungsfunken wie Rettungsseile, (…), reden von Träumen wie von Erlebnissen und verknüpfen lose Ereignisse zu einer guten Geschichte. » (S. 54) Letzteres ist ihr jedenfalls gelungen.

  • Klaus
    19 janvier 2018

    Gibt es da einen Schlüssel zum Verständnis des Buchs? Am Anfang fragte ich mich: “Geht es wirklich immer so weiter? Werde ich es ein zweites Mal, intensiv genießend, alles entschlüsselnd, nach Lösung des Geheimnisses am Schluss, lesen?“ Nein, es gibt keine Entschlüsselung. Ein intim bekanntes Heimatgebäude wird beschrieben. Die verrücktesten Begebenheiten sind normal, wenn sie uns vertraut sind, zumal von klein auf. Skurrile Fantasien ausleben. Kein Bedürfnis , sie ins grelle Licht der grauen Rationalität zu ziehen. Mir war’s ganz recht so, ohne, dass das Buch mich umgehauen hätte. Kurz war ich genüsslich drin; las etwas zufriedener das Buch zueende, als ich es nach anfänglicher Enttäuschung (mit meinen oben gestellten Fragen) anlas.Schön, wie die Autorin wirklich originelle Stimmungen und Protagonisten schafft. Es bleiben Schattenskizzen. Da sie sich vermeintlich nicht allzu sehr anstrengt, uns die Sachen verständlich zu machen, habe ich mir auch keine sonderliche Mühe gegeben zu verstehen, wer eigentlich spricht. Also alles schön locker, eine verzauberte Realität, mitten in der alltäglichsten Stadt. Sie existiert wirklich.