Dass wir uns haben (2017)

Luise Maier

Das Debüt dieser jungen Autorin ist von enormer sprachlicher Intensität. Luise Maier erzählt eine Familiengeschichte ohne Kommentar und Wertung, als wäre der Ablauf des Geschehens fast naturnotwendig. Dabei erzeugt sie mit wenigen Worten eine dichte Atmosphäre, in der vieles nur angedeutet, aber nicht ausgesprochen wird.
Es geht um Mutter, Vater, Bruder und Schwester, die in einem Haus leben. In Erinnerungssplittern erzählt das Mädchen von sprachloser Liebe, Distanz und Gewalterfahrung. Die Mutter wird krank, der Vater hat eine Geliebte. Schließlich kommt es zur Trennung der Eltern, und auch Bruder und Schwester entfernen sich immer weiter voneinander. Wie dramatisch die Konflikte zwischen den Eltern auf das kindliche Gemüt wirken, wird in der
Lektüre auf beklemmende Weise erfahrbar.

  • - Année de publication : 2017
  • - Pages : 152
  • - Éditeur : Wallstein
  • - Langue : Français

A propos de l'auteur :

Luise Maier :

Luise Maier, geb. 1991 in Schardenberg (Österreich), wuchs in Vilshofen auf und lebt heute in Biel. Sie hat am Schweizerischen Literaturinstitut Biel/Bienne studiert.

La maison d'édition :

Wallstein :

Seit 31 Jahren verlegt Wallstein anspruchsvolle Bücher aus den Bereichen Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft und Geschichte. Außerdem sind im Verlag eine Vielzahl von sorgfältigen Editionen erschienen, zuletzt u.a. die Werke von Christine Lavant und die Briefe von Johannes Bobrowski. Seit 2005 ist der Verlag mit einem erfolgreichen literarischen Programm vertreten. So wurde…

2|5
1 avis
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  • A. Hable Goethe Institut Lyon
    18 janvier 2018

    A.Hable Auf den ersten Blick eine Durchschnittsfamilie: Vater, Mutter, Sohn und Tochter. Viele kleine Alltagsituationen, die knapp und eindringlich beschrieben werden. Die Familie hat offensichtlich finanzielle Schwierigkeiten. Man spürt das Verlangen nach Liebe und die Hilflosigkeit beim Ausdrücken von Gefühlen. Dies äußert sich sogar in körperlicher Gewalt, vor allem seitens der männlichen Familienmitglieder. Bei der Tochter spürt man die Zerrissenheit am stärksten. Sie sucht ihren Platz in der Familie. Bei der Mutter spürt man den Zwiespalt zwischen ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter und ihren künstlerischen Ambitionen und dem Wunsch nach Unabhängigkeit. Ihre Krankheit ist sicher auch Ausdruck dieses Konflikts. Sowohl die Krankheit als auch die Malerei sind Versuche, der familiären Situation zu entkommen. Für mich war nicht erkennbar, in welcher Epoche die Handlung anzusiedeln ist. Das macht das Buch zeitlos und aktuell. Aufgrund der unterschwellig fast immer vorhandenen Gewalt blieb bei mir nach der Lektüre ein starkes Gefühl des Unbehagens zurück.

  • E.A Goethe Institut Lyon
    18 janvier 2018

    E.A. Roman d’une grande force. Juxtaposition de textes de longueur variée évoquant des épisodes de l’enfance de la narratrice dans une famille dont la vie est faite de misère matérielle et de relations oscillant entre violence et tendresse.

  • LAD Goethe Institut Lyon
    18 janvier 2018

    LAD Un livre presque dérangeant, mais très prenant qui nous plonge directement dans un huis-clos familial à l’ambiance pesante. Le corps devient le lieu d’expression des émotions qui ne peuvent être verbalisées par la narratrice. Le choix d’une structure composée de chapitres de différentes longueurs maintient le rythme du récit.

  • EB Goethe Institut Lyon
    18 janvier 2018

    Etwas zu flach geschrieben ohne wirkliche Leidenschaft.

  • F.D Goethe Institut Lyon
    18 janvier 2018

    L’originalité du récit consiste dans une observation et restitution minutieuses des détails de la vie quotidienne, jusqu’à l’absurde ou le dégoûtant. D’autre part, elle est liée à la bizarrerie psychologique et sociale du milieu familial. On ne peut nier une certaine émotion et parfois de la poésie. La conclusion, très ouverte, semble contredire le titre. Tout cela suffit-il pour faire un roman ? À mon avis, non. IR pas ininteressant huis clos familial, derangeant, mais aussi des choses interessantes, surprenantes, pas bouleversee

  • Synthèse avis Leseratten
    18 janvier 2018

    Geschichte des Verfalls einer Familie (Armut, Gewalt..). Einfache Sprache , kurze Sätze, kurze Kapitel, die wie Bilder aus dem Gedächtnis der Erzählerin wirken. Effizient, denn es gelingt der Autorin tatsächlich die Atmosphäre und die Beziehungen der Familienmitglieder zueinander mitzuteilen. Aber schon ein ganz besonderer Stil, der viele stört. Der Leser wird nicht mitgenommen. Wirkt wie das Ergebnis eines Schreibateliers. Es funktioniert nicht wirklich. Unglaubwürdig (in der Familie passiert doch wirklich alles Mögliche und Schreckliche). Manche haben Schwierigkeiten zu verstehen, wie sich die Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern entwickeln, wie sich die Erzählerin in dieser Familie strukturiert. Fazit: gespaltene Meinungen